Borcherts Hymne auf den Weissensee

 

Thomas Borchert hielt am zweiten Abend, was er vorab versprochen hatte: „Keiner meiner Abende gleicht dem anderen, es ist jedes Mal wie eine Premiere.“ Vom Ambiente beeindruckt, eröffnete er den Abend mit einer Hymne auf den Weissensee: „Der Text fiel mir beim Schwimmen in diesem wunderschönen See ein, die Musik dazu entstand spontan erst auf der Bühne.“

 

Thomas Borchert

 

Im Laufe seines zweistündigen Konzertes vor 2500 Fans erwies sich der gebürtige Deutsche als Meister der Improvisation, gewährte Einblicke in Privates („Der Einzige, der Thommy zu mir sagen darf, ist mein 14-jähriger Sohn.“) und griff mit „Nebenan“ auch das oft tabuisierte Thema Kindesmisshandlung auf

 

„Für mich und mein Künstlerleben stellte dieser Auftritt am Weissensee eine echte Bereicherung dar. Ich hatte selten das Glück, auf solch einem außergewöhnlichen Flügel spielen zu dürfen“, pries Borchert den Bösendorfer Imperial 290. In einem waren sich Marcus Matthews & Karen Asatrian sowie Thomas Borchert einig. „Wir kommen gerne wieder an den Weissensee.“